Ölziehen

Alternative Gesundheits- und Beautytips erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Vor allem wenn sie viel Nutzen bringen und dabei leicht und kostengünstig anzuwenden sind. Einer der gängigsten Tips im Bereich der Zahnmedizin ist das Ölziehen. Viele haben davon schon gehört. Oft sind meinen Patienten die positiven Auswirkungen des Ölziehen allerdings unklar, bis sie es dann probieren und meist völlig überrascht und begeistert über die Erfolge sind.
Die Ölziehkur ist von der Basis so einfach wie es klingt. Sie ziehen täglich Öl durch die Zähne, kauen es und saugen es durch den Mundraum bevor Sie es wieder ausspucken. Alles was Sie sonst noch an Grundwissen benötigen erfahren Sie in unserem Artikel.
Also ziehen Sie los und entdecken Sie sie es selbst!

Das Ölziehen, auch Ölsaugen oder Ölkauen genannt, hat in der Naturheilkunde bereits eine lange Tradition. Vermutlich stammt die Ölziehkur ursprünglich aus dem Ayurveda, der Jahrtausende alten indischen Heilkunst. Auch den Schamanen in Russland und der Ukraine soll die positive gesundheitliche Wirkung des Ölziehens schon seit vielen Jahrhunderten bekannt sein. Viel zitiert wird in diesem Zusammenhang Dr. Karach, der auf einer Fachtagung in der Ukraine seine Ölkur einem Publikum von Ärzten vorstellte.

 

Welche Wirkung hat das Ölziehen auf Ihre Gesundheit im zahnärztlichen Bereich?

Zum einen dient das Ölziehen der Entgiftung. Das Öl kann krankmachende Bakterien (z.B. Streptococcus mutans ein Vorreiter im Bereich der Kariesentstehung), Viren, Pilze, Giftstoffe (z.B. Amalgam) oder Rückstände von Medikamenten (z.B. Cortison) binden, die sich im Mundraum zwischen den Zähnen, in den Zahnfleischtaschen und auch sonst überall in der Schleimhaut und der Zunge anlagern können. Dieser Effekt wurde auch wissenschaftlich in mehreren Studien gezeigt. Vermutet wird, dass nicht alleine das Öl diese gesundheitsfördernde Wirkung auslöst sondern auch der durch das Ölziehen extrem angeregt Speichelfluss seinen Teil zur Entgiftung und damit zur gesundheitsfördernden Wirkung beiträgt.

Eine weitere positive Wirkung des Ölziehens ergibt sich aus den Inhaltstoffen des Öls. Da unsere Schleimhäute schnell und gut resorbieren kann darüber z.B. Vitamin E oder ungesättigte Öle ins Gewebe gelangen. Hier ist die Ölauswahl wichtig, dazu später noch einmal mehr.

Von Zahnärzten, wird das Ölziehen häufig zur unterstützenden Vermeidung und Behandlung von Karies, Parodontitis oder Aphten sowie zur Unterstützung der Wundheilung nach Verletzungen oder Operationen, zur Reduktion von Zahnfleischbluten und Festigung der Zähne empfohlen. Die Ölziehkur stärkt jedoch auch im Allgemeinen Zähne und Zahnfleisch, was sich wiederum auch positiv auf den Kiefer auswirkt.

Wie heißt es so schön: An jedem Zahn hängt auch ein Mensch. Da im Körper alles mit allem zusammenspielt haben die Giftstoffe und krankmachenden Keime jedoch noch viel weitreichendere Auswirkungen und damit gewinnt Ölziehen noch mehr an Bedeutung für die allgemeine Gesundheit.
Die Beschwerden die beim Verbleib dieser Stoffe und Lebewesen im Körper ausgelöst werden können sind sehr vielseitig wie beispielsweise:

  • Arthrose, Rheuma, Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Gelenkschmerzen
  • Allergien, Hautkrankheiten, Ekzeme, Abszesse, Akne, Schuppenflechte, Neurodermitis
  • Kopfschmerzen, Migräne
  • Magen- und Darmbeschwerden
  • Mundgeruch
  • Herzkrankheiten, Meningitis, Schlaganfall
  • Asthma, Bronchitis, Husten
  • Erkältungen, Grippale Infekte, Schnupfen, Halsschmerzen
  • Verschleimung der Kiefer-, Stirn- und Nebenhöhlen
  • Magen- und Darmproblemen (Verstopfung, Bauchweh, Magendrücken)
  • Übersäuerung
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Thrombosen
  • Schlafstörungen

Unser Immunsystem freut sich schon ganz grundsätzlich. Um alle Bakterien und Giftstoffe die durch das Ölziehen einfach aus dem Mund geschwemmt werden muss es sich nicht mehr kümmern und hat deswegen Kapazität für wichtige Aufgaben. Mit Hilfe des Ölziehens lässt sich die Wirkung der Entgiftung während einer (Mayr)-Heilfasten-Kur folglich ganz hervorragend zusätzlich unterstützen. Die Zähne fühlen sich angenehm glatt und sauber an. Und das alles auf äußerst simple und kostengünstige Weise.

Natürlich ist das Ölziehen kein Allheilmittel! Nicht immer werden die aufgelisteten Folge-Gesundheitsprobleme durch “Bösewichte” im Mund ausgelöst. Und Ausprobieren kann ja nur nützen.

Wie geht das mit dem Ölziehen?

Es wird empfohlen morgens auf nüchternen Magen (noch vor dem Zähneputzen) 1 Teelöffel hochwertiges, kaltgepresstes Pflanzenöl für ca. 10-20 Minuten durch die Zähne zu ziehen und abwechselnd darauf herumzukauen. Dieser Zeitraum ist deshalb besonders geeignet, weil sich über Nacht in den Speicheldrüsen viele Stoffe, z.B. Nitride aus der Nahrung angereichert haben. Idealerweise nutzen Sie hierfür die Zeit, die Sie ohnehin im Bad verbringen unter der Dusche oder beim Frisieren vor dem Spiegel.
Es gibt jedoch immer wieder Patienten, die sich erst zum morgendlichen Ziehen hin trainieren, also anfangs Abends ziehen oder mit 5 Minuten am Morgen anfangen und sich dann täglich um eine Minute steigern. Es kann auch Tage geben, vor allem am Anfang, wo innerhalb von wenigen Minuten so viele Giftstoffe ins Öl übergehen, dass es schnell komisch schmeckt oder ein Wiederwille gegen das Öl im Mund entsteht. Dann ist zu befürchten, dass die Giftstoffe von den Mundschleimhäuten erneut wieder aufgenommen werden. Dann lieber, das Öl nach 2-3 Minuten auszuspucken und lieber nochmal mit einen frischen Löffel Öl weiter zu machen.

Nach dem Ölziehen ist es auf jeden Fall ganz ganz wichtig Sie das Öl aus zu spucken und NICHT runter zu schlucken, da in dem Öl die bereits erwähnten Giftstoffe und Bakterien angesammelt sind. Spülen Sie den Mund danach gründlich mit warmem Wasser aus und putzen anschließend ausgiebig die Zähne und verwenden Zahnseide.

Welches Öl eignet sich zum Ölziehen?

Hier gibt es viele verschiedene Ansätze. Am häufigsten wird das von Dr. Krach genannte kaltgepresste, hochwertige Sonnenblumenöl verwendet.

Inzwischen gibt es auch sehr gute Öle, die speziell fürs Ölziehen entwickelt wurden. Es handelt sich hierbei immer um Mischungen verschiedener ätherischer Öle.
Durch die Kombination können verschiedene Eigenschaften erzielt werden, was Geschmack, Konsistenz und vor allem die Wirkung im Körper beeinflusst.
Auch für Patienten mit niedrigem Speichelfuß z.B. nach Strahlentherapie oder mit Sjögren-Syndrom oder für Patienten mit besonders aggressiven Formen der Parodontitis gibt es spezielle Öle, die zusätzlich mit Baustoffen zur Verbesserung der Situation angereichert wurden.

 

Wir glauben hier wie immer in der Medizin, dass es hier keine allgemeingültige Empfehlung geben kann. Gerne beraten wir Sie zu für Sie geeigneten Ölen, testen Sie mit funktioneller Myodiagnostik und lassen Sie diese auch in unserer Praxis einmal ausprobieren, damit Sie ihr Lieblingsöl finden können.

Wie lange dürfen Sie die Ölziehkur durchführen?

Im Prinzip können Sie die Ölziehkur unbegrenzt durchführen. Sie ist völlig nebenwirkungsfrei und auch von einem Gewöhnungseffekt, der das Ölziehen nutzlos machen würde, ist nichts bekannt. Um jedoch einen fühl- und spürbaren Erfolg durch das Ölziehen zu erreichen, solltest du die Ölkur mindestens 4-6 Wochen durchführen. Wenn Sie sich nicht für die dauerhafte Anwendung entscheiden, wie es die Patienten machen die sich wirklich etwas Gutes tun wollen, sind zumindest 2 Kuren im Jahr angeraten.
Wenn Ölziehen so gut ist, wieso empfehlen es nicht viel mehr Ärzte?

Es geht wie so oft in der Medizin ums Geld. In Anbetracht der Tatsache, dass sich mit dem Ölziehen kein großes Geld verdienen lässt, ist es eine Heilmethode, die nicht von der Industrie propagiert wird. Auch die Anzahl der wissenschaftlichen Untersuchungen ist gering. Geld für das erstellen wissenschaftliche Studien wird ja meist erst dann bereitgestellt, wenn jemand sein “Produkt” oder seine “Kur” wirtschaftlich vermarkten möchte. In den Universitäten wird diese Therapiemethode deshalb oft nur kurz erwähnt, aber nicht eingehend auf die weit über das zahnärztliche Gebiet hinaus reichenden positiven Effekte eingegangen.

Wir gehen also davon aus, dass oft das Wissen rund ums Thema Ölziehen einfach nicht vorhanden ist.
Mehr und mehr werden sich Zahnärzte Ihrer einflussreichen Rolle in der allgemeinen Gesundheit ihrer Patienten bewusst und hierbei hat eben auch das Thema Ölziehen seinen Einfluss.
Den besten und überzeugendsten Beweis für die Wirksamkeit einer Kur können Sie sich doch ohnehin nur selbst liefern, also fangen Sie einfach mit Ölziehen an und genießen Sie die Folgen.

 

35 Kommentare, sei der nächste!

  1. Sehr geehrte Damen und Herren!

    Ich hab schon etwas Erfahrung mit Öl ziehen. Aktuell mache ich es mit kaltgepresstem Sesamöl, welches ich sehr angenehm empfinde.

    Meine Frage nun dazu: Ich hab gerade im Unterkiefer bei den Backenzähnen sehr viele Amalgamfüllungen. Ist es nun ratsam, das Öl ziehen durchzuführen oder darauf zu verzichten.
    Mit dem Sesamöl habe ich keinen metallischen Mundgeschmack (denn hatte ich früher mit einem anderen Öl durchaus ein paar Mal).

    Ich würde mich über eine Antwort freuen
    und verbleibe mit freundlichen Grüßen
    Maierhofer S.

    1. Sehr geehrte Frau Maierhofer,
      Danke für Ihre Frage.
      Ich empfehle auch bei sich noch im Mund befindlichen Amalgamfüllungen Ölziehen.
      Wenn die Füllungen bei Ihnen verbleiben können gehe ich davon aus, dass sie intakt sind, die Oberfläche durch Politur verdichtet wurde und bei Ihnen momentan keine Schwermetallbelastung vorliegt.
      Es kann sein, dass sich bei den ersten Ölziehvorgängen bereits nach wenigen Minuten ein unangenehmer Geschmack auftritt, sich eine Übelkeit einstellt oder das Sie einen leichten Brechreiz verspüren. Das ist ein Zeichen dafür, dass sehr viele “Altlasten” aus den Mundschleimhäuten und über den Speichel freigesetzt werden. Dies gilt wie Sie es von sich beschreiben auch für Menschen mit noch liegenden Amalgamfüllungen.
      Zu Beginn sollten die ersten Ölziehvorgänge deshalb nicht länger als 5 Minuten dauern, da es sonst zu einer Rückvergiftung über die Mundschleimhäute kommen kann. Wenn Sie solche Veränderungen bemerken spucken Sie das Öl wieder aus. Es können aber problemlos mehrere Durchgänge gemacht werden – natürlich immer wieder mit frischem Öl.

      Genau wie von Ihnen beschrieben werden mit der Zeit die Belastungen reduziert und damit lassen auch diese Begleiterscheinungen nach. Gerade jetzt sollten Sie dranbleiben und Ihre Gesundheit weiter durch Ölziehen unterstützen.

      Eva Meierhöfer

  2. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer,

    zu meiner großen Überraschung habe ich beim Googeln diese Seite gefunden, wo Sie als Zahnärztin das Ölziehen empfehlen. (Ich kannte es von früher, hatte es aber wieder vergessen gehabt). Ich finde das wundervoll, denn ich hatte gegoogelt, weil ich mir unsicher war, ob es bei der Paradontitis, die ich jetzt gerade habe, vielleicht schädlich sein könnte. Könnten Sie bitte mitteilen, welche speziellen Öle dafür besonders geeignet sind? Ich bin mir dessen voll bewusst, dass Sie von solchen Auskünften ihr Auskommen nicht bestreiten können, wenn Sie gerade in einer Umorientierungsphase sind. Ich lebe in Obersterreich und würde ohnehin nicht in Ihre Praxis fahren, aber ich zahle gerne ein Honorar für die Auskunft.

    1. Liebe Frau Hruska-Eggl,
      Es ist mein Anliegen genau Menschen wie Ihnen, die sich entschieden haben selbst etwas für Ihre Gesundheit zu tun beizustehen. Viele Ärzte nehmen sich nicht mehr die Zeit Ihre Patienten zu beraten, ich glaube allerdings das erst dadurch möglich wird, dass meine Patienten und ich eine gemeinsames Ziel und einen Weg festlegen, mit dem Heilung erreicht werden kann.
      Es gibt so viele Tricks und Kniffe, die ganz einfach angewendet werden können, Dinge die nur Sie für sich und Ihre Gesundheit tun können, die allerdings unerlässlich sind für wirklich gute Ergebnisse. Wenn aber der Arzt keine Zeit mehr hat mit Ihnen solche Dinge zu besprechen sind die erzielten Resultate für beide Seiten weniger zufriedenstellend. Deshalb nutze ich das Medium Internet, weil ich so mehr Menschen erreiche und diese einfachen aber effektiven Denkanstöße geben kann.
      Das hier lebt von Fragen, deshalb freue ich mich Ihnen zu Antworten.
      Ich habe mit Ölziehen gerade bei parodontalen Erkrankungen in Kombination mit Ernährungslenkung und professioneller Zahnfleischbehandlung fantastische Ergebnisse erzielen können.
      Für die reine Prophylaxe, also bevor Schäden aufgetreten sind empfehle ich meinen Patienten ein gutes kaltgepresstes Sonnenblumenöl.
      Noch effektiver und deswegen bei Parodontitis meist vorzuziehen sind spezielle Ölmischungen. In meiner Gegend, also in Kärnten, gibt es dafür zwei Hersteller mit deren Ölen meine Patienten besonders gut zu Recht kommen. Es handelt sich um die Mundziehöle von Eleon und Hudl. Hier finden Sie etwas mehr Infos zu den Ölen.
      Beide Hersteller haben Ihre Zusammensetzung gemeinsam mit Zahnärzten entwickelt und die Öle teilweise sogar mit den Vitaminen angereichert, die für die Regeneration des Parodonts besonders wichtig sind. Ich teste das passende Öl individuell mittels Applied Kinesiology/funktioneller Myodiagnostik aus. Sonst hilft einfach ausprobieren, welches Öl bei Ihnen die besten Resultate erzielt.
      Ich wünsche Ihnen für Ihre Gesundheit das beste und lassen Sie es sich gut gehen.
      Herzliche Grüße
      Dr. Eva Meierhöfer

      Der Form halber sei erwähnt, dass keiner der Hersteller mich für diese Werbung bezahlt. Ich empfehle sie hier, weil ich in der Praxis gute Erfahrungen mit Ihnen gemacht habe. Sicher gibt es auch andere Hersteller, die gute Mundziehöle produzieren, dann freue ich mich über Kontaktaufnahme.

  3. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer,

    ich bin begeistert von ihrem Artikel. Ich benutze nun schon seit einem Jahr ein Zahnöl zum Zähneputzen antsatt Zahnpasta. Was halten sie davon?
    Ich mache es wie beim Ölziehen,(nur nicht so lange, vl. 5 min.) und danach putze ich die Zähne. Es handelt sich um ein Zahnöl einer Steirischen Firma. Hauptbestandteil ist Sesamöl, außerdem noch unter anderem Birkenzucker, Pfefferminzöl, Silicia, Sternanisöl, Zitronenöl, Zimtblätteröl, Nelkenblütenöl, Myrrehenöl, Salbeiextraktöl und Vitaminen.
    Ich hatte früher immer Zahnfleischbluten, seitdem ich das Öl nehme ist das verschwunden. Kann es auch sein, dass die Zähne dadurch weißer werden?

    Vielen dank für ihre Antwort.
    Mit lieben Grüßen,
    Mallinger C.

    1. Sehr geehrte Frau Mallinger,
      um eine optimale Reinigung der Zahnoberfläche zu gewehrleisten sind manchmal, besonders bei Patienten, die sehr stark zur Zahnsteinbildung neigen Schleifpartikel notwendig. Bei anderen Patienten, besonders wenn mit dem Putzen mit Öl nach einer optimalen professionellen Zahnreinigung begonnen wird und dann wirklich regelmäßig gründlich geputzt wird funktioniert das mit dem Öl sehr gut. Vorallem sparen Sie sich im Vergleich zu so mancher Zahnpasta eine Menge nicht so gesunder Zusatzstoffe. Also Danke für diesen Zusatztip!
      Auch Ihr Gefühl, dass die Zähne weißer aussehen ist korrekt. Durch die Oberflächenbenetzung mit dem Öl setzen sich Beläge und Farbstoffe schlechter fest.
      Ich würde nur nicht das Öl, dass Sie schon zum Ölziehen verwendet haben auch zum Putzen verwenden. Giftstoffe die darin bereits gebunden sind könnten rückresorbiert werden, vorallem wenn man erst damit begonnen hat und die Konzentration noch hoch ist. Also lieber nach dem Ziehen ausspucken und mit etwas neuem Öl den Putzvorgang beginnen.

      Herzliche Grüße
      Eva Meierhöfer

  4. Liebe Frau Dr. Meierhöfer,

    vielen Dank für Ihre ausfürhliche Beschreibung über das Ölziehen. Eine Frage hätte ich noch dazu: wenn man also schon vor dem Frühstück die Zähne nach dem Spülen putzt, soll man dann nach dem Frühstück darauf verzichten, oder werden sie dann noch einmal geputzt?
    Herzliche Dank für Ihre Antwort,

    Liebe Grüße
    Lana Bushnak

  5. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer,

    danke für den guten Artikel. Ich habe mich heute lange über das Thema “Ölziehen” informiert und bin begeistert. Zuvor habe ich nie etwas davon gehört. Allerdings habe ich auf einer anderen Webseite zuvor gelesen, dass man es nicht machen sollte, wenn Amalgamfüllungen vorhanden sind. Ich habe 5 solcher Füllungen und habe nun bedenken ob ich es machen soll. In einem Forum habe ich zudem diese Info gelesen:


    Zu Amalgam und Ölziehen – ich habe es öfter gemacht und gute Erfolge für meinen ganzen Körper erziehlt. Doch habe ich gehört – nicht erlebt – dass die Amalgamfüllungen und nach langer Zeit auch die Plastikfüllungen locker werden, evtl. sogar herausfallen. Außerdem können die Symptome der Amalgam-Vergiftungen verstärkt auftreten oder erst sichtbar werden.
    Selbst wenn eine Amalgamfüllung entnommen wurde, kann danach noch ein Herauslösen der Amalgam-Bestandteile aus Zunge und Schleimhäuten erfolgen und für eine gewisse Zeit Beschwerden verursachen. Eine homöop. Ausleitung der Metalle wäre dann sinnvoll.
    Ist also nicht ganz so einfach und sollte von einem Fachmann begleitet werden.

    Was ist Ihr Rat als fachkundige Zahnärztin? Gibt es Bedenken oder Reaktionen wo es abgebrochen werden muss?

    Vielen Dank bereits jetzt für Ihrer Antwort.

    Herzliche Grüße
    T. Seidel

    1. Sehr geehrter Herr Seidel,
      Aus jeder Amalgamfüllung treten immer Metallparikel wie eben auch Quecksilber heraus, durch kaubelastung, durch warme Speißen und Korrosion -als so etwas wie rosten. Diese Stoffe werden geschluckt, eingeatmet oder werden von den umliegenden Schleimhäuten aufgenommen. Je besser die Verarbeitung des Materials und die Oberflächenvergütung von Ihrem Zahnarzt vorgenommen wurde um so weniger kommt es zur Belastung und je besser Ihr Entgiftungssystem arbeitet um so mehr von den aufgenommenen Anteilen wird Ihr Körper selbst wieder los.
      Mit Ölziehen können die Partikel in Ihrem Speichel und Ihren Schleimhäuten herausgelöst und gebunden werden. Ich empfehle meinen Patienten, gerade wenn sie Amalgamfüllungen haben gerade am Anfang und auch wenn Amalgamfüllungen herausgenommen werden beim Ölziehen das Öl maximal 5 Minuten im Mund zu lassen und gegebenenfalls bei Geschacksveränderung auch schon früher wieder AUSZUSPUCKEN und lieber noch mal neues Öl zu verwenden. Die Gefahr vor der gewarnt wird ist nämlich, dass wenn das Öl mit Schadstoffen gesättigt ist, dass es auch zu einer erneuten Aufnahme der Stoffe über die Schleimhäute kommen könnte.
      Das sich Amalgam oder Kunststofffüllungen durch Ölziehen lösen würden hätte ich noch nicht erlebt. Kunststoff sollte so mit dem Zahn verklebt sein, dass das Öl gar nicht zwischen den Zahn und die Füllung kommen kann und Amalgam wird ebenfalls so mechanisch verankert, dass das nicht vorkommen darf. Würde es dennoch zu einem Verlust kommen wäre ich mir sicher, dass die Füllung bereits vorher nicht in Ordnung war und dann ist es besser es so zu merken, als erst wenn die Karies darunter entstanden ist.

      Ich untersuche meine Patienten mittels Applied Kinesiology/funktioneller Myodiagnostik um zu prüfen ob eine Schwermetallbelastung zu vermuten ist. Falls diese Verdachtsdiagnose vorliegt erhärte ich meinen Verdacht mittels DMPS-Test (eine Laboruntersuchung mit einem sogenannten Chelatbildner) bei gleichzeitiger Leber- und Nierenstützung (also Unterstützung des Entgiftungssystems).
      Liegt keine Belastung vor empfehle ich den Füllungsaustausch nur dann, wenn die Füllungen nach schulmedizinischen Kriterien nicht mehr in Ordnung sind. Dann gegen Materielien die auf Ihre Verträglichkeit beim Patienten geprüft wurden und da gehört Amalgam mit seinem hohen Anteil mit giftigem Quecksilber sicher nicht dazu.
      Stelle ich eine Belastung fest erfolgt der Austausch unter entsprechender Stützung und Schutzmaßnahmen. Das wichtigste ist dann, wie Sie schon gelesen haben die Ausleitungstherapie. Wir haben allerdings in unserer Praxis eine Studie durchgeführt und festgestellt, dass Quecksilber sich gerne in Fett- und Drüsengewebe einlagert aus dem es nur schwer wieder herauszulösen ist. Eine rein homöopatische oder pflanzliche Ausleitung brachte zwar oft kurzfristige Verbesserungen der Symptome, langfristig konnte so jedoch keine vollständige Ausleitung erfolgen. Deshalb sind wir zur kombinierten Ausleitung von naturheilkundlichen Mitteln und Chelatbildnern übergegangen und diese gehören IMMER in erfahrene medizinische Hände.

      Ich hoffe das diese Informationen Sie unterstützen sich weiterhin gut um Ihre gesundheit zu kümmern:
      Herzliche Grüße
      Dr. Eva Meierhöfer

      1. Guten Tag
        Ich habe vom Ölziehen gelesen, und das hat mich sehr angesprochen und ich würde dies sehr gerne ausprobieren. Nun war ich lange nicht sicher wie das ist, da ich eine Menge Amalgan gefüllte Zähne habe.
        Vielen Dank für Ihre hier gelieferte Antwort.
        Mit freundlichen Grüssen
        Andrea S.

        1. Sehr geehrte Frau Andrea S.,
          Ich freue mich, das ich Ihnen mit meinem Blog Unterstützung bieten konnte.
          Medizin kann si einfach sein.

          Herzliche Grüße
          dr. Eva Meierhöfer

  6. Hallo! Ich erlaube mir, Ihnen als Ärztin eine Frage zu stellen: auf der Seite http://oelziehen.net/ habe ich gelesen, dass Ölziehen über einen bestimmten Zeitraum durchgeführt werden sollte (die besagten 4 Wochen in Form einer Ölziehkur), während Sie schreiben, dass Ölziehen unbegrenzt durchgeführt werden kann. Ist es nicht so, dass jede alternativmedizinische Behandlung gewissermassen “intensiv” ist, bzw. im Körper etwas auslöst das normalerweise eben nicht der Fall ist? Ich stelle mir vor, dass tägliches 10 Min. Ölziehen durchaus etwas ist, woran der Körper nicht gewohnt ist, und wenn man es zu lange macht vielleicht etwas aus dem Gleichgewicht gebracht wird? Wie sehen Sie das?

    Zudem wollte ich noch fragen, was Sie vom Argument halten, dass das Öl im Mund einen “Ölfilm” hinterlässt, und eventueller Entzündungsherde sogar wachsten können, weil sie unter diesem Ölfilm “versiegelt” werden… Ich habe dies in einem Heilpraktiker Forum von einem Kritiker des Ölziehens gelesen. Ist das ein stichhaltiges Argument, oder würden Sie dem widersprechen? Danke im Voraus für Ihre Antwort!

    1. Sehr geeherter Herr Seiwert,
      Es ist immer die Frage wieso jemand Ölziehen anwendet. Will er einen akuten Prozess aufhalten reichen 4 Wochen in der Regel leicht aus um die gewünschten Effekte zu erzielen. Danach lassen manche Menschen die Gewohnheit wieder einschlafen, weil sie keine Beschwerden mehr verspüren. Und weil sie einen deffinierten Zeitraum haben steigt die Wahrscheinlichkeit, dass es so für diesen auch “durchgezogen” wird.
      Viele meiner Patienten sehen allerdings die positiven Effekte und wenden es deshalb nicht nur als Akutbehandlung, sondern für die Prävention an.
      Und die Effekte für Entgiftung und zur Zahnfleischpflege sind durchweg positiv.

      Was zu bedenken ist ist eher das Öl. Viele Ziehöle enthalten Ätherische Öle, die wie ein Medikament wirken. Diese ohne das Wissen wofür sie nützen oder wo zu sie führen können halte ich nicht für optimal. Deshalb suche ich für meine Patienten in Akutsituationen oder eben als Kur im Frühling, Herbst und anderen Zeiten, wenn ihr Immunsystem belastet ist, genau das passende Öl aus. In den Präventionsphasen empfehle ich dann eher neutrale Öle oder noch besser einfach zwischen den verschiedenen Ölen wechseln.

      Der Ölfilm verbleibt tatsächlich und auch hier ist die Wahl des richtigen Öles der entscheidente Punkt. Mundziehöle sollten zur Entzündungprävention Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese sind hauptsächlich in Lein-, Leindotter-, Hanf-, Walnuss- oder Fischölen vorhanden. Diese Stoffe wirklen aktiv gegen Entzündungen und Schmerzen.
      Auch hier ist wieder die Frage, was Ihr Ziel beim Ölziehen ist.
      Das momentan oft empfohlene Kokosöl pflegt zwar die Schleimhäute und hilft gut bei kleinen Verletzungen. Allerdings handelt es sich um ein gesättigtes Öl, es hat also kaum Valenzen Giftstoffe zu binden.
      Sonnenblumenöl enthält viel Vitamin E. Damit kann ebenfalls die Wundheilung verbessert werden, Vernarbungen verringert und bestimmte Immunprozesse unterstützt werden. Es enthält allerdings viel Omega 6 und kann damit entzündungsbedingte Beschwerden triggern. Deshalb sollte es nicht dauerhaft als Reinöl zum Ölziehen verwendet werden.
      Über Olivenöl können Sie hier im Blog einen ganzen Artikel lesen.
      So könnte ich nun lange verschiedene Öle besprechen.

      Das wichtigte in kürze: bei meinen Patienten und mir beobachte ich jetzt über Jahre nur positive Effekte durch Ölziehen. Probieren Sie es aus und überzeugen Sie sich selbst von den Effekten. Ob Sie es dann in Ihre tägliche Zahnpflege integrieren oder nur Kurweise durchziehen hängt von Ihrem Bedürfnis ab. Und wie nicht jedes Öl zu jedem Auto passt, so darf es auch bei Ihnen das richtige Öl für Ihre Bedurfnisse sein und ein “Ölwechsel” ist ab und an hilfreich.

      Ich hoffe ich konnte Ihnen ein paar wichtige Hinweise mitgeben.

      Mit herzlichen Grüßen
      Dr. Eva Meierhöfer

  7. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer
    Vielen Dank für die Wertvollen Informationen.
    Das Ölziehen habe ich jetzt ca 3 Wochen gemacht und vor ca 4 Tagen abgesetzt. Jetzt habe ich das Problem, dass ich den ganzen Tag sehr viel Speichel produziere. Kann das am Ölziehen liegen? Es ist sehr unangenehm.
    Vielen Dank im voraus für Ihre Antwort.

    1. Sehr geehrte Frau Bayer,
      es gibt tatsächlich Fälle bei denen es zum erhöhten Speichelfluss kommt. Dies ist in der Regel das Zeichen dafür, dass Ihr Körper über die Speicheldrüsen versucht weiter zu entgiften. Die Empfehlung ist deshalb erstmal weiterhin Öl zu ziehen um hier zusätzlich die Entgiftung anzuregen. Im Laufe der Zeit werden Sie merken, dass sich der Speichelfluss wieder normalisiert, weil Ihr Körper losgeworden ist, was Ihnen nicht gut getan hat.

      Herzliche Grüße
      Dr. Eva Meierhöfer

    1. Ich wusste gar nicht, dass es eine Internetseite über die Behandlung von Aphten gibt. Spannend!
      Und weil ich ein Freund von leichten Lösungen bin, oft hilft zur schnellen Schmerzlinderung und Abheilung ca im Stundenabstand ein Reinstoffpräparat (etwa von Sanguvit oder Pure oder Hypo A oder….) in den Mund zu geben und dort etwa eine Minute zu belassen. Auch das Spühlen mit Ozonwasser hilft, weil es natürlich die Oberfläche desinfizert.
      Ich hoffe so kann vielen Menschen noch schneller bei Aphten Linderung verschafft werden.

  8. Sehr geehrte Frau Doktor Meierhofer,

    ich verwende Kokosnussöl kaltgepresst jeden Morgen zum Ölziehen. Nun lese ich aber, dass es die Giftstoffe, um die es eigentlich beim Ölziehen geht, nicht bindet.
    Bis vor einiger Zeit nahm ich kaltgepresstes Sonnenblumenöl. Hin und wieder wechsel ich die Öle. Zahnfleisch probleme plagten mich einige Jahre, hinzu kam noch eine Parodontitis, und ich verlor einige Zähne, die aber durch Z- Implantate ersetzt wurden.
    Habe auch keinerlei Probleme mit den künstlichen Wurzeln.
    Mindestens 2 Mal im Jahr habe ich eine Profilaxe machen lassen. Ist dies denn noch notwendig, obwohl täglich Öl gezogen wird. Zahnstein lasse ich gut 3 Mal im Jahr wegmachen. Über eine Rückantwort würde ich mich freuen.

    GLG
    Sonnenblume

    1. Hallo Sonnenblume,
      Du wirst vielleicht weniger Beläge haben, durch gute Pflege und Ölziehen, trotzdem bin ich ein Freund von Prophylaxe. Der Rest deiner Zähne und auch die Implantate sollen ja am besten für immer da bleiben wo sie jetzt sind. Und es gibt bei jedem so ein paar Bereiche, an denen sich doch immer wieder Beläge ansammeln.
      Den optimalen Rhythmus dafür kannst du allerdings nur gemeinsam mit deinem Zahnarzt festlegen.

  9. Sehr geehrte Frau Meierhöfer,

    auch ich habe mit dem Ölziehen begonnen und hab aber jetzt ein paar bedenken bzw. Sorgen da ich bereits zwei unechte Zähne habe. Können Sie mir vielleicht sagen ob dies für das Ölziehen problematisch werden kann.

    Vielen Dank

  10. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer,

    ich habe schwere Paradontitis und auch schon einige Zähne verloren; einige sind locker;
    Nun bin ich vor 2 Monaten auch auf das Ölziehen gestossen und verwende aufgrund guter Erfahrungen einer Freundin das Bio-Ziehöl von Eleon.
    Es tut mir wirklich gut und ich hatte bis dato keine Entzündungen mehr im Mundbereich.
    ( aktuell ist jedoch wieder eine kleine aufgetreten ).
    Habe nun bei Eleon auf der Internetseite nochmal recherchiert und da heißt es:
    Wenn Sie Probleme im Zahn,-Mund,-Kieferbereich haben beginnen Sie mit dem Ölziehen nach dem Zähneputzen. Sonst verlieren die ätherischen Öle sehr an Potenz!

    Frage: Ist es nun besser in meinem Fall – so interpretiere ich das, das Ölziehen nach dem Zähnputzen durchzuführen ?

    Im Vorraus besten Dank für Ihre Antwort / Hinweise

    Viele Grüße
    D.Aulich

    1. Mit dem Eleonöl haben Sie eine hervorragende Wahl getroffen!
      Was für Sie sinnvoller ist hängt immer etwas von Ihrer Morgenroutine ab. In der Regel empfehle ich wenn morgens viel Zeit ist das Ölziehen direkt nach dem Aufstehen und dann einige Zeit später erst das Zähneputzen, dann kann der Ölfilm auf der Schleimhaut seine Wirkung tun.
      Wenn es morgens knapp ist mit der Zeit, dann wäre ich auch für Zähneputzen als erste Handlung und danach erst Ölziehen.
      Generell wäre ich für eine Zahnpasta mit wenig oder besser keinen Tensiden, dann wird der Ölfilm auch beim Putzen nicht abgespült.

  11. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhoefer,
    Vielen Dank für die hilfreichen Informationen zum Thema Ölziehen, vor allem auch für mich interessant im Bezug auf Amalgan Füllungen.
    Nun ist es so, dass ich am stillen bin. Ist das Ölziehen, so wie von Ihnen erklärt nur kurz, für ca. 5 Minuten, etc. trotzdem empfehlenswert bei vorhandenen Amalgan Füllungen? Ist längeres Stillen, also über 6 Monate hinaus überhaupt empfehlenswert wenn man, z. T. auch sehr alte Amalgan Füllungen im Mund hat?
    Vielen Dank und herzliche Grüße.
    A. Dietrich

    1. Leider gibt es bei Schwangeren keine Untersuchungen zu diesem Thema. Ich wäre allerdings trotzdem dafür das im Speichel gelöste Schwermetall lieber zu binden und auszuspucken als sie zu schlucken.
      Wichtig ist: in dieser Zeit wenn möglich keine Füllungen austauschen lassen. Das wäre eine echte Belastung und wenn unter maximalen Schutzmaßnahmen.

      Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, ist es gut die Muttermilch auf Schwermetallbelastung untersuchen lassen. Dann weißt du ob Stillen in deinem Fall eine gute Option ist. Und wenn du Gewissheit möchtest ob dein Kind schon irgendwas an Schwermetallen von dir aufgenommen hat, kannst du es zB über Funktionelle Myodiagnstik/Applied Kinesiologie auf eine Schwermetallbelastung untersucht lassen. Bei Kindern geht das Ausleiten, wenn nötig, oft erstaunlich schnell und du tust damit langfristig was für seine Gesundheit.

  12. Sehr geehrte Frau Dr. Meierhöfer,

    vielen Dank für den erhellenden Beitrag!
    Zum Ölziehen bin ich zunächst aufgrund meiner wiederkehrenden Zahn- und Zahnfleischproblemchen gekommen.
    Bisher habe ich immer Kokosöl verwendet – und war nun ganz überrascht über Ihren obigen Kommentar. Denn ich hatte mir natürlich auch eine allgemein entgiftende Wirkung erhofft. Ein großes Problem habe ich vor allem mit den ganzen Gesichtshöhlen 😉 (häufig Sinusitis, wiederkehrende Kieferzysten)
    Nun stellt sich mir die Frage, welches Öl ich alternativ verwenden werde. Insbesondere würden mich die Wirkung von Sesam- und Kürbiskernöl interessieren – zugegebenermaßen auch, da ich mir diese geschmacklich noch besser vorstellen kann.

    Über eine kurze Einschätzung der Sinnhaftigkeite beider Öle würde ich mich sehr freuen!

    Beste Grüße
    Angelina

    1. Hallo Angelina,
      Sesamöl geht ebenfalls gut. Und Walnussöl, was auch gut schmeckt wäre eine Option. Und wie du in den anderen Beiträgen lesen kannst: mische einfach bis dir die Mischung schmeckt und du trotzdem den Effekt hast oder besorge dir ein fertiges Mundziehöl. Die sind in der Regel schon ausgewogen im Geschmack.
      Kürbiskernöl sehe ich überwiedend aus gerösteten Kürbiskernen und da ist auch wieder der Effekt dahin, aber er bringt einen hervorragenden Geschmack im Essen.

      Wegen der Sinusitis und Kieferhöhlenzysten: hier lässt ich oft durch Beimischungen Ätherischer Öle ein Effekt erzielen. Wenn es aber immer wieder kommt, dann würde ich bei meinen Patienten mal eine Untersuchung der Darmflora vornehmen und die B-Vitamine prüfen. Ich dürfte von einem HNO-Arzt lernen, dass hier ganz häufig Zusammenhänge bestehen und das die Sanierung des einen dann nicht ohne eine Unterstützung des anderen geht.
      Die B-Vitamine kann dein Hausarzt oder ein Heilpraktiker austesten oder klassisch im Labor bestimmen lassen. Die Stuhlanalyse kannst du sogar selbst zu Hause vorbereiten und ins Labor schicken (z.B. https://www.enterosan.de und es gibt noch eine Menge anderer guter Labore). Den Befund würde ich allerdings immer mit einem Fachmann besprechen.

      Ich wünsche beste Gesundheit

  13. Schönen Tag,

    Wenn ich aus irgendeinen Grund morgens nicht kann, bring Ölziehen dann z.b. nachmittags auch etwas oder ist dann “alles Schlechte” dass sich über Nacht angesammelt hat schon längst absorbiert?
    (Auf leeren Magen steht oft – warum eigentlich?).

    ..und spricht eigentlich irgendetwas dagegen die Ölsorte oft zu wechseln?
    Also im extrem Fall, heute Walnuss, morgen Sonnenblumen, übermorgen Sesam?
    (angenommen alle Sorten sind von guter Qualität).

    Ätherische Öle vermischen sich ja gut mit anderen Ölen. Was halten Sie davon einen Tropfen (z.b. Thymian oder Nelke) in den Löffel zu geben.

    Viele Fragen.. ..aber ich bin oft unsicher bei Alternativmethoden..

    Danke für den Artikel!

    1. Hallo Micha,
      Ich stimme allem zu was du sagt 😉
      Es später am Tag zu machen ist besser als es nicht zu machen und morgens hast du den größten Effekt.
      Öle wechseln oder noch besser mischen um täglich den besten Effekt aus allem zu haben: perfekt
      Ätherische Öle dazugeben: genau richtig, weil sie eine Menge Zusatzwirkungen mit sich bringen können. Hier bin ich allerdings nicht die Fachfrau. Da lasse ich mich von meiner Freundin Dunja Loy beraten (http://aromaraum.de/). Ich sage ihr welche Wirkung ich haben möchte und sie sagt mir welche Öle dafür passen können. Wenn es mehrere sind, kann ich über die Funktionelle Myodiagnostik/ Applied Kinesiology herausfinden, was gerade optimal ist. Wichtig ist zu bedenken, die Öle sind wie Medizin. Deshalb setzte es für die Zeit ein in der es dein Problem verbessert und dann ist es wieder Zeit es abzusetzen oder zu einem zu wechseln, was zum aktuellen Zustand passt.

      Und einfach mal ausprobieren, die Ergebnisse sind überzeugung genug.

  14. Hallo Frau Meierhöfer,

    ihr Artikel ist sehr interessant. Ich bin auch ein Paradontose Patient, leider.
    Habe viel im Internet dazu gelesen und bin so auf das Ölziehen gestoßen.
    Jetzt meine Fragen, ich habe mich für das Kokosöl entschieden, ist das auch ok? Hat es auch den Sinn, wenn ich es abends machen würde, weil morgens nicht immer soviel zeit dafür ist?
    Wieviel Wochen sollte ich es erstmal regelmäßig durchziehen, um eine Besserung zu erzielen?
    Vielen Dank.

    1. Hallo Anna,
      Kokosöl ist gut für die Zahnfleischpflege, also z.B. wenn du Verletzungen hast. Allerdings ist es gesättigtes Öl und kann deshalb nicht allzuviele Giftstoffe binden. Gleichzeitig fehlen die wichtigen Omega3 Fettsäuren, die zum einen Entzündungen und zum andern den Schmerz an den Entzündungstellen reduzieren. Deshalb bleibt mein Favorit eine Ölmischung aus Sonnenblumenöl oder Sesamöl mit Walnussöl, Leindotteröl und Leinöl(diese drei haben einen besonders hohen Omega3 Anteil). Zusätzlich kannst du noch ein paar Ätherische Öle wie Zitronengrasöl oder Thymianöl als natürliche Reduktion gegen Bakterien mit verwenden.
      Morgens ist deshalb empfohlen, weil dann sehr viele Giftstoffe in den Speicheldrüsen sind, die durch das Ölziehen gebunden werden. Versuche Ölziehen doch einfach während dem Duschen oder Kaffeekochen, dann verbraucht es keine zusätzliche Zeit. Und natürlich ist es Abends zu machen besser, als es gar nichts zu machen.
      Zum Zeitrahmen: du darfst mindestens 6 Wochen dranbleiben. Allerdings sehen die Patienten manchmal schon nach einer Woche eine Verbesserung und entscheiden sich dann, es dauerhaft täglich zu machen.

      Ich wünsche gute Gesundheit.

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